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Das 20ste Jahrhundert liegt heute hinter uns. Es hat uns durch den Fortschritt in der Science, der Technik und den Technologien einen neuen Lebensstil vermittelt. Viele Veränderungen in gewissen Bereichen werden heute erneut in Frage gestellt. Der Mensch des 21sten Jahrhunderts würde gerne in die Vergangenheit die er kennt zurückkehren als er mit der Tradition vertraut war. Dieser Mensch möchte eine „ Neue Welt“ wieder erbauen und seinem Leben eine neue Symbolik vermitteln gegeben durch verlangsamen der Zeit indem er sich wieder traditionellen Werten zuwendet. Brigitte Wagler hat sich zu diesem Weg entschlossen. Ihre Malerei hat universellen Wert ist zeitlos und die Techniken die sie anwendet bleiben traditionell.  Sie lädt uns ein zu sehen *L’ Art  rend  Visible*,  Kunst macht sichtbar.

Das vergangene Jahrhundert  war das der Schnelligkeit und des Avantgardismus, das  Schlüsselwort in der Malerei  Mitte 1900 bis in die 70er Jahre. Heutzutage ist die Avantgarde nicht mehr der Schlüssel in der  Kunstszene mehrere Millionen Jahre alt. Die Maler wollen zur Quelle zurückkehren *L’ éternel retour*.  Es ist an der Zeit zu menschlichen  Gefühlen “Emotionen“  zurückzukehren,  zum Wissen unserer Ahnen. Zurück zu dem Wesentlichen, der Bedeutung. Rückkehr zur Malerei, Rückkehr zum Menschlichen, zu Händen und Körpern. Das war und bleibt die Basis der Übungen aller Maler in den Akademien und Workshops. Zurück zu den Grundlagen von Menschlichkeit, Gefühlen, Fragen, Zweifel und Mysterien.

Es ist an der Zeit sich Zeit zu nehmen, seine Zeit. Das hat Brigitte Wagler gut verstanden und wendet sie  durch ihr umfangreiches Wissen in der Auswahl der Thematiken, des Rhythmus und schließlich durch ihre Beherrschung der Farbharmonien und Techniken,  in der Ölmalerei an. Sie bietet unserem Blick das Schauspiel einer Welt  *Ihrer Welt*  einer Welt der Renaissance, in denen wir uns alle erkennen können und wollen.  Die Arbeit der Künstlerin nimmt seine Quelle, aus dem Ursprung  des Lebens, unter Einsatz von ovoiden oder runden Formen. Die andere Quelle der Exploration bleiben die großen Gefühle, die unser Leben begleiten, und deren Rückkehr, sie uns sichtbar werden lässt, um zurückzukehren. Diese Bilder fast gigantischer Größe erinnern mich an Ikonen nicht durch ihre Behandlung der Personen, nicht Ihres Formates wegen sondern durch ihre Kraft und die Verinnerlichung der Personen die sie beim Betrachter entwickeln. Diese, Öl auf Leinwand oder Holz von großen sehr großen Formaten, scheinen im Weltall zu schweben, wie moderne Wandteppiche. Das Öl ist leicht und delikat auf Leinen aufgetragen wo man oft Transparenz entdecken kann. Es ist eine sensible Malerei in Nuancen und Halbtönen.  Der Künstlerin gefällt es, die Tonalität der Farben zu spielen und sie vermeidet es in monochrome zu verfallen.  Eine konstante in der man keine Aggressivität in ihrer Malerei entdecken kann. Es ist alles ruhig, luxuriös und voluptuös.  Wen erstaunt es wenn man weiß  dass Brigitte Wagler wie Matisse in seinen Ateliers  in Nice und Paris malt… fern von der Masse, Geräuschen und Ablenkungen wo sie sich exklusiv  auf ihre Arbeit auf das wesentliche konzentrieren kann, die der Bilder welche Sie langsam geistig entwickelt.

Ihre Kompositionen klassisch bleibend proposieren dem Auge des Betrachters die von Ihr gewählten Themen, da wo sie Ihre Stärke entwickelt, in der Repräsentation der Figuren der des Mannes oder der der Frau. Oftmals beides vermehrt, verbunden durch und in Arabesken oder durch Verbindung von Volumen.  Der Mensch ist und bleibt Thema, – Emotion -, Sinnlichkeit die in einer Zeit und an einem universellen Ort, alle seine Menschlichkeit behält.  Der Zeitraum ist aufgehoben und auf dem Bild besteht keine Referenz mehr eines präzisen Ortes. Die Personen sind von vorne als auch vom Profil sichtbar. Die Person ergibt sich ihrem Schicksal.  Sie haben alle eine skulpturale  Silhouette aus Fülle und Leere.  Die Arabeske zeichnet die Leere und das Volumen lässt die Fülle erahnen.  Es hat wenig Schatten in dieser Malerei aber wir fühlen das Licht des Südens welches die Farben erdrückt und das Volumen nimmt.  Diese skulpturale Silhouette ist durch den unkonventionellen Gebrauch der Linien und Kurven erzielt. Die Personen könnten die eigenen Beobachter sein, sie sind ohne echten Ausblick ohne eigene Identität.  Der Blick der zu sehen gibt, ist nach  Aussage der Künstlerin der, der von innen aus der Seele und dem Herzen kommt , dieser kommt aus der Kunst denn  *l’Art rend visible* macht sichtbar. Diese Personen haben das Aussehen von Skulpturen. Die Verwendung von Linien und Volumen, gehen soweit, das die Form einer Brust diesen Personen im skulpturalen Werden das Aussehen von zerschnittenem Metall vermitteln. Ich kann mir nicht helfen beim Ansehen, an Pablo Gargallo zu denken, der so innovativ in seiner Zeit war. Gewundene Linien keine Krümmungen, elegante Arabesken welche den Raum zerschneiden,  um die Form der lebenden Personen,  Mann und Frau, für immer verbunden, sichtbar zu machen.

Ihre Farbe hat eine seltene und transparente Qualität. Sie entsteht in der Seele der Künstlerin, durch ihr Leben, ihren Lesungen und Reflexionen.  Es ist eine Farbe voller Nuancen, voller Zurückhaltung.  Bei Brigitte Wagler ist die Form durch die Farbe gezeichnet.  Die Form wird gegeben, um die Farbe zu sehen.  Zart und sinnlich ohne aggressive Farbgebung.  Die Farbe, ihre Farbe belebt die Personen von innen heraus.  Das Öl, ohne Verdickung, noch mit Spachtel bearbeitet,  ist leicht aufgetragen, zum Teil durchscheinend und zeigt den Untergrund.  Ihre diskreten Farben welche unsere Sensibilität ansprechen sind wenige, jedoch sehr lebendig. Die Farbharmonien sind wie musikalische Akkorde, die uns die Instrumente in ihrer Vielfalt hören machen.  Das ist, warum ich diese Bilder als musikalische Bildwerke des Ausnahmekünstlers beurteile.  Delacroix sagte von farbigen Harmonien und schönen Farben:

« Das ist eine musikalische Tendenz !  » Dies ist, was uns Brigitte Wagler zu sehen und zu hören gibt. Deutscher Atavismus der Farbe, romantisch bei Goethe und abstrakt bei Kandinsky, weiß sie, dass die schönen Farben eine harmonische Komposition bedeuten und allein in der Lage sind den gleichen Sinn wie die der Musik zu wecken.  Sagt man nicht, dass die Farben singen?  Sie macht auch die Farben singen, sowie sie ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung und die Applikation von diesen Farben legt, wie Paul Klee ihr berühmter Vorgänger.

Die ruhenden sind in ihren Bildern abwesend.  Ihre Malerei ist voller Leben, wo Männer und Frauen sich selbst oder dem andern gegenüberstehen.  Da ist die Zusammengehörigkeit mit dem Anderen, die des Paares, die der Familie, der Begegnung die die Künstlerin zu einer Aussage motivieren.  Ihre Personen scheinen den Zweifeln und Fragen ausgesetzt.  Ihre Essenz des Lebens der Menschen, besteht aus der Suche, ist Exploration und Arbeit. Eine Malerei der Frage nach dem Schicksal der Menschheit, des Menschen an sich. Auf ihren Bildern sind diese selten allein. Sie suchen durch oder mit den anderen auf die großen Fragen der Humanität, sich ihren Weg des Lebens zu machen.  Philosophen im Bild sind sie ebenfalls da, um die Zuschauer zu ermutigen, sich die gleichen Fragen zu stellen? Die Kunst die uns Brigitte Wagler bietet ist nicht dekorativ, sie ist vor allem plastisch und introspektiv.  Alle diese Wesen entwickeln sich in einem bestehenden Umfeld das nichts desto trotz undefinierbar bleibt.  Sie sind wie eine musikalische Note im Raum.  Die Malerin spielt die Partitur und ihre Formen und Linien können sich hören und ausbreiten.  Einige Elemente aus dem täglichen Leben wie Vasen symbolischen Inhaltes erinnern an das Schicksal und die Zerbrechlichkeit des Menschen und all seiner Gefühle.  Ihre Malerei ohne wirkliche Erzählung kann uns nur Fragen über unsere Vergangenheit, Gegenwart und unsere Zukunft stellen.  Die Künstlerin bietet uns durch Ihr erfülltes Leben ein schönes Geschenk, Bilder aus ihrem eigenen Leben und von Ihrer Sensibilität geprägt.  Sie gibt uns das intimste von  sich. Vincent Van Gogh sagte einstmals  < Ich zeuge ebenso viel Aufmerksamkeit dem Mann, der das Werk produziert, wie dem Werk selbst>  und ich würde diesen Gedanken, über die Arbeit der Künstlerin Brigitte Wagler, aufnehmen. Eine Frau mit einem klaren und transparenten Blick, Zärtlichkeit und Nachsicht, ein Blick des Friedens in ihren Gemälden wiedergebend und von denen eine dynamische Kraft ausgeht.

« Aliis tradere », anderen geben was man selbst beobachtet hat. Das ist was Brigitte Wagler in Ihren Werken  sorgfältig und großzügig unserem Blick zu sehen gibt.  Es ist nicht nur eine Frage dessen, was sie in Betracht gezogen oder beobachtet hat, es ist vor allem eine Geste der Großzügigkeit.  Sie zeigt und gibt uns, was sie sieht und was sie erlebt hat.  Ein Leben voller Intensität, Sensibilität und Liebe, welches sie mit Talent in ihren Gemälden in Szene setzt.

Raphael sagte einst, um zu malen und gut zu malen sollte man an nichts denken.  Malerin instinktiv, wie sie von sich zu sagen pflegt, sieht sie in sich selbst und nicht mehr um sich herum. Eine Arbeit des Gedächtnisses, ein Werk der Erinnerung, Assimilation und Phantasie, Traum welcher dem Beobachter gegeben wird um zu sehen.  Eine Art von Abstraktion, in seiner ursprünglichen Form, das heißt aus der Erinnerung extrahiert  Jeder kann sich in ihrem Werk finden.  Sie malt frei ohne ein genaues Ziel ohne ein wirkliches Konzept oder Modell welches sie imitiert und auf welches wir uns konzentrieren können. Sie malt Emotionen und lässt sich durch den Geist Ihrer Inspiration, Ihren Gefühlen des Augenblicks und Ihrer Begegnungen leiten.  Sie trägt in sich das was man nicht lernen kann.  Fantasie und Freiheit prägen Ihre Malerei hervorgebracht aus einem Chaos der Zärtlichkeit. Es ist das Werk einer Künstlerin von Natur aus optimistisch, einem manchmal entwaffnenden Optimismus. Künstlerin von dieser kuriosen Rasse erobernd, leidenschaftlich, aber klar durchblickend. Sie behauptet sich durch die Liebe zur perfekten Arbeit, um besser die Wahrheit zu verstehen und zu durchdringen, denn Ihre Malerei richtet sich mehr noch an die Seele wie an den Geist.  Ihre Kunst  ist komplett in dem Maße, dass sie Ihre Seele und Ihr Herz vollständig in ihr Leben miteinbezieht.

Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar », sagte Paul Klee, der an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, wie auch Brigitte Wagler. Augenblicke der Formation wo Klee durch seine Schrift den Schlüssel zur Kunst brachte, welche Waglerien  wurde und damals schon im Unterbewusstsein schlummerte

Ihr Werk erscheint zu einer unbestimmten Zeit, wird aus unbekannter Quelle geboren, aber es stellt sich unweigerlich. Nur die Formen und Farben spiegeln die inneren Gefühle der Künstlerin wider und verbinden sich zu einer neuen Sprache auf einer ebenen Fläche, der Leinwand. Sie drückt ihre Ideen und Gefühle aus und zeigt sie dem Betrachter « Ich veranschauliche nichts,  ich drücke nur meine Gefühle aus und hoffe, dass dies auch weiterhin so bleibt. »  Sie malt die menschlichen Leidenschaften und versteckt ihre Bemühungen. Sie möchte ihre Werke in einer Leichtigkeit  zeigen, einer Freude, die den Verdacht, dass sie Arbeit gekostet hat nicht aufkommen lassen soll. Sie malt mit scheinbarer Leichtigkeit. Das ist viel größer, tiefer, es ist universell.

Es  gibt es noch einen Platz im Jahre 2014 für eine Malerei, die weder schwefelhaltig noch durch exzentrische Maler getragen wird oder die eine Position in Paris besetzen, sondern für Gemälde die für sich selbst stehen:  Ihre Thematik, Ihren Stil und ihre Stärke .

Sie nimmt als « Modell » nicht nur die Natur, sondern sie gibt auch während ihrer Malerei die Stärke ihrer Gefühle und Empfindung wieder die charakteristisch für Genies sind. Ihr Werk besteht aus einem Ensemble wo sich die Formen des Materials und die der Farbe verbinden. Deshalb ist Brigitte Wagler nicht imitierbar. Als Künstlerin sagt sie zu Recht, dass jeder seine Arbeit tun  muss und die Leichtigkeit vermeiden, die uns in den Sog einer erfolgreichen Formel rutschen lässt. Jeder sollte sein Werk suchen, in der Malerei auf Leinwand eigene Gefühle auszudrücken. Sie weigert sich, ständig denselben Ihrer eigenen Wege zu gehen oder neu die Werke anderer zu interpretieren. Dem Zweifel ausgeliefert, ist sie ist hungrig nach neuen Möglichkeiten und neuen Eroberungen wie es die wahren Künstler sind.

Brigitte Wagler bleibt eine erstaunliche Künstlerin, die keiner Gruppe angehört, und keine Etikette akzeptiert.  Anhängerin der Perfektion ihrer freien und unabhängigen Haltung machen sie zu einem Ausnahmekünstler.  Sie hört nie auf zu erfinden, sich selbst zu erneuern, ohne jemals in einer so zu bleiben.  Sie sucht und ihr aufgeschlossener Geist bietet ihr reichlich Nahrung.  Sie schaut auf die Arbeit ihrer Zeitgenossen und ihrer Vorgänger, hört aber nie auf, zu erfinden und in einer Art zu malen, die völlig zeitverschoben ist.  Sie ist jung audacieuse und schüchtern, unerträglich jung: unternehmungslustig und aufrichtig.

noricus facibat